Blasorchester Bückeburger Jäger e. V.
Blasorchester Bückeburger Jäger e. V.

Presse-Artikel aus dem Jahr 2015

Serenade am Bückeburger Schloss
 
Mit frühlingshaften Temperaturen um 16 Grad Celsius sind nicht nur die Witterungsbedingungen bei der Weihnachtsserenade am Sonntagabend außergewöhnlich gewesen.
 
Bückeburg. Die traditionelle musikalische Einstimmung auf das Fest der Liebe vor dem Schloss mit dem Blasorchester Bückeburger Jäger, dem Schütte Chor, den Schaumburger Märchensängern und dem Schaumburger Jugendchor dürfte auch selten eine so enorme Publikumsmenge in den Hof des Fürstendomizils gelockt haben.
 
Zudem gruppierten sich die vier Ensembles zum ersten Mal in der mittlerweile 34-jährigen Geschichte des einst von Fritz Glas initiierten Musik-Stelldicheins nicht mehr unter dem Hauptportal, sondern rechts neben dem Seiteneingang des Schlosses, durch den Besucher zur „Alten Schlossküche“ gelangen.
 
Grund war, dass der angestammte Platz der Musiker wegen der seit dem Weihnachtszauber im Betrieb befindlichen „Schlossküchen“-Gastronomie belegt war. Eine weitere Reminiszenz an den Weihnachtszauber bildete die komplette Beleuchtung, die während Serenade das gesamte Gelände illuminierte.
 
„Ohne diese Serenade kann in Bückeburg nicht Weihnachten werden“, erklärte Bürgermeister Reiner Brombach in seinen Begrüßungsworten, nachdem das Blasorchester traditionell mit Georg Friedrich Händels Festmarsch „Tochter Zion“ eröffnet hatte. Das zu Ende gehende Jahr sei geprägt gewesen von den Auswirkungen der Kriege in Afrika und Syrien, so Brombach, die mittlerweile in Gestalt der Flüchtlingswelle auch vor der eigenen Haustür angekommen sei.
 
Der Terror sei näher an Deutschland herangerückt, wie beispielsweise das abgesagte Länderspiel in Hannover gezeigt habe. „Dem müssen auch wir uns stellen“, so Brombach. Seinen Dank entsandte das Stadtoberhaupt an die vier beteiligten Ensembles und ihre Leiter Sven Schnee (Blasorchester), Jürgen Schütte (Schütte-Chor), Sascha Davidovic (Märchensänger) und Jelena Agbaba (Jugendchor). Der Männergesangverein war wie schon im vergangenen Jahr nicht mehr dabei. Auch beim Fürstenhaus bedankte sich Brombach dafür, die Serenade auf dem Schlossgelände veranstalten zu können.
 
Märchensänger und Jugendchor stimmten unter anderem das schweizerische Sternsingerlied „Es ist für uns eine Zeit angekommen“, das bayerische Hirtenlied „O Wunder, was soll das bedeuten“ und das spanische Weihnachtslied „Ya vienne la vieja“ an. Vom Schütte-Chor erklangen „Zu Bethlehem geboren“ und „Es ist ein Ros entsprungen“. Und angesichts der Großwetterlage dürfte das Blasorchester Bückeburger Jäger wohl noch nie so inbrünstig Irving Berlins „I’m dreaming of a white christmas“ geblasen haben.
Restlos überzeugt zeigte sich Bürgermeister Brombach vom Stimmvermögen „seiner“ Bückeburger nach dem gemeinsamen Singen der beiden traditionellen Abschluss-Lieder „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“: „Wenn uns im neuen Jahr wieder die Stadtwette erwischt, werden wir einfach mit Chorgesang überzeugen.“
Hering mit Kartoffeln und Hering in Salmiak-Salz
 
"Matjes mit Musik": Gäste feiern ausgelassen im Schützenhaus
 
LANDKREIS/STADTHAGEN (bb). "Nun steh ich hier, ich armer König, und weiß vom Hering doch so wenig", mit diesem Satz hat Heringskönig Niels Busche seine Ansprache bei der Veranstaltung "Matjes mit Musik" im Stadthäger Schützenhaus eingeleitet. Trotz dieses Mangels an Fachwissen gelang dem Stadthäger Zahnmediziner eine sehr humorvolle Rede, die von den Gästen mit viel Gelächter und Beifall aufgenommen wurde.
 
Mit flotter Musik von den Bückeburger Jägern, schmackhaftem Matjesgericht und einer großen Spendensumme für den guten Zweck mundeten auch die weiteren Zutaten bei der 32. Auflage der Veranstaltung den Anwesenden ganz offensichtlich. Niels Bu-sche berichtete in seiner Rede, dass er nach seiner Krönung zum Heringskönig beim Gästeschießen des Polizei-Kommissariats Stadthagen vor zwei Problemen gestanden habe. "Wie sage ich es meiner Frau?", habe das erste gelautet. Das zweite habe sich um die nun fällige Rede bei "Matjes mit Musik" gedreht. Schließlich sei über den Hering bei mittlerweile 32 Veranstaltungen doch praktisch alles gesagt.
 
Das erste Problem habe "Facebook" im Handumdrehen gelöst. "Heringskönig, hast du ein Wett-Essen gewonnen?", habe der Kommentar seiner Frau gelautet, so Niels Busche, der in Wirklichkeit beim Kleinkalieber-Schießen ganz genau getroffen hatte. Kopfzerbrechen und langwierige Internet-Recherchen habe ihm jedoch die Vorbereitung der Rede bereitet. Bis er auf eine sehr persönliche Beziehung zum Hering gekommen sei. 
 
Dem zuckersüßen und gleichzeitig sauren, schwarzen, zähklebrigen, kleinen Fisch sei er immerhin beruflich sehr zu Dank verpflichtet. Der "gemeine kleine Plomben-Zieher" versorge seine Familie seit Generationen mit Patienten, erklärte der Zahnarzt und hielt lächelnd eine Tüte "Salzige Heringe" aus Lakritz mit Salmiaksalz in die Höhe. Ausgehend vom Salz-Hering unternahm Niels Busche einige humorvolle Abstecher in das tagespolitische Geschehen in der Kreisstadt. Die im Rahmen der Benefiz-Veranstaltung gesammelten Spenden gingen in diesem Jahr an den Verkehrsverein Stadthagen und Umgebung und sollen der Aufwertung der Wallanlagen dienen. "Heringsbändiger" Axel Bergmann und "Heringspfleger" Heiko Tadge, gemeinsam mit Schützenhaus-Wirt und "Heringszüchter" Horst Struckmeier Organisatoren der Benefiz-Veranstaltung, verkündeten nach der Rede die Höhe der bis zu diesem Zeitpunkt erreichten Spendensumme. Rund 9500 Euro waren zusammengekommen. 
 
Anschließend servierten Horst Struckmeier und sein Team das Matjes-Gericht. Nach dem "Orchester-Sound Petershagen" übernahmen die "Bückeburger Jäger" musikalisch. Deren Leiter Sven Schnee überließ wie bei "Matjes mit Musik" üblich einem Quartett aus dem Publikum für den Dirigenten-Wettbewerb den Taktstock. Den Sieg trug hier Erik Nagel, ehemals Vorsitzender des Verkehrsvereins Wendthagen-Ehlen davon, vor Marko Gottschalk, Werner Spenner und Dittmar Reinnisch. Erik Nagel räumte ein, dass sein Erfolg auch mit dem ihm zugeteilten Musikstück zusammenhänge. Er dirigierte die Bückeburger Jäger zu "Atemlos" von Helene Fischer.

Benefizkonzert für Tschernobyl

Die Zeit ist schnelllebig. Täglich stürmen neue Nachrichten, Eindrücke und Emotionen auf die Menschen ein. Da fällt es schwer, die Übersicht zu behalten und Prioritäten zu setzen. Die Tschernobyl-Arbeitsgemeinschaft der Kirchengemeinde Bad Eilsen liefert den Beweis, dass es doch geht. Wie jetzt beim Benefizkonzert in der Christuskirche.

 

Bad Eilsen. Seit nunmehr 24 Jahren führt sie einen erfolgreichen Kampf gegen das Vergessen, das den noch immer schrecklichen Folgen des Reaktorunglücks droht. Es ist eben nicht so, dass nur eine Generation alles damit verbundene Leid ertragen muss. Im Einzugsgebiet von Tschernobyl ist die Krebsrate immer noch besonders hoch. Der autoritär geführte Staat Weißrussland (Belarus) ist längst nicht in der Lage, alles Notwendige für seine Bürger zu leisten. Auch die Hilfe aus Deutschland hat nachgelassen.

 

Aber die Bad Eilser Arbeitsgemeinschaft gibt da ein sehr positives Beispiel ab. Sie macht weiter und findet noch immer ihre Unterstützer. Dazu gehören unter anderen das Blasorchester „Bückeburger Jäger“ und der Gemischte Chor Eilsen, die sich am dritten Advent zu einem weiteren Benefizkonzert in der Christuskirche trafen.

 

In dem weihnachtlich geschmückten Gotteshaus hatten sich so viele Besucher eingefunden, dass man hätte meinen können, es sei bereits Heiligabend. Der Altarraum war schon recht eng geworden für die große Schar der Musiker, die dort Platz nehmen musste. Von dort entwickelte sich ein munteres Wechselspiel zwischen dem Orchester und dem Chor, der auf der gegenüberliegenden Empore Platz genommen hatte.

 

Die Auswahl der Stücke war miteinander abgesprochen worden. Sie war anspruchsvoll, konzertant, aber auch weihnachtlich-volkstümlich. Dirk Hasse moderierte für die „Bückeburger Jäger“, Ulrike Köhler für den Chor.

 

Jäger-Dirigent Sven Schnee hatte sich für eine Reihe von großartigen Kompositionen entschieden, die auf dem ganzen Globus gehört werden. Dazu zählte zum Beispiel Bert Kaempferts „Wonderland by night“, eine echte Herausforderung an die Trompetensolisten, und „White Christmas“ von Irvin Berlin. Am Schluss begab sich auch der Chor zum Altarraum, um gemeinsam mit dem Orchester das fröhlich-schwungvolle „Jingle Bells“ anzustimmen und zum Ausklang die beiden deutschen Weihnachtslieder „Stille Nacht“ und „O, du fröhliche“ anzustimmen.

 

Superintendent Reiner Rinne verteilte Blumen an Sven Schnee und Ulrike Köhler und dankte dem jungen Sprecher der Tschernobyl-AG, Ingmar Everding, für dessen Einsatz. Everding und Bürgermeisterin Christel Bergmann berichteten über die anstehenden Aufgaben im weißrussischen Patendorf Swonez.

 

Eine tolle Nachricht gab es noch zum Abschluss: An dem Abend wurden acht Paten zur Unterstützung von krebskranken Kindern aus Swonez gefunden.

"Anker gelichtet"

Bückeburger Jäger eröffnen den Bühnensommer

 Bückeburg. Mit dem Stück „Anker gelichtet“ haben die „Bückeburger Jäger“ dem „Bückeburger Bühnensommer“ zu einem formidablen Auftakt verholfen.

Motto und Schwung des als inoffizielle Hymne der United States Navy geltenden Militärmarsches passten bestens zur erwartungsfrohen Stimmung auf dem Marktplatz. „Was gibt es Schöneres als ein Kaltgetränk in der Hand, die Sonne im Rücken und solch ein tolles Orchester auf der Bühne?“, hieß Hauptorganisator Albert Brüggemann die in großer Zahl erschienen Gäste willkommen.

Die von Brüggemann als „unsere Hauskapelle“ begrüßte Formation erfüllte im Anschluss an die Ankerlichtung die Erwartungen des Publikums in hervorragender Art und Weise. „Auf Sie wartet ein bunt gemischtes Programm mit Titeln quer durch unser Repertoire“, ließ Moderator Dirk Hasse die Zuhörerschaft wissen, der wie Dirigent Sven Schnee und die übrigen Musikanten erstmals in schmucker Weste auftrat. „Eine sommerlich-luftige Premiere in unserer Heimatstadt“, wie Hasse erläuterte.

In Schnees rund 20 Kompositionen umfassender Zusammenstellung kamen Klassisches und Volkstümliches ebenso zu ihrem Recht wie Schnittiges und Behagliches. Viel Beifall spendierten die bezauberten Bühnensommer-Besucher der „Ouvertüre Espagnol“ und dem „Instant Concert“, ein Ohrwürmer-Potpourri mit 36 Titeln sowie böhmischen Polkaklängen, dem „Weserbogenlied“ und dem „Fliegermarsch“. Bleibt anzumerken, dass die Instrumentalisten zu Beginn ihres Auftritts eine Programmänderung vornahmen und ein Ständchen für alle Geburtstagskinder intonierten, worüber sich unter anderem „Ratskeller“-Wirtin Claudia Schurig ganz besonders freute.

Museumstag mit Pauken und Trompeten

Aus dem Museum Bückeburg kommen an diesem Tag laute Töne. Ein schmissiger Trompetensound und der tiefe Bass einer Tuba. Leise sein muss am seit 1978 stattfindenden „Internationalen Museumstag“ niemand. Im Gegenteil.

Bückeburg. „Ziel dieses Tages ist es, dass uns Menschen kennenlernen, die sonst vielleicht nicht kommen würde“, sagt die Leiterin der Einrichtung, Anke Twachtmann-Schlichter. Kinderstimmen und Gespräche waren ausdrücklich erwünscht.
Ohnehin hat sich in den Museen in den vergangenen Jahrzehnten viel getan. Die Ausstellungen sind interaktiver geworden und man bemüht, sich ein größeres Publikum zu erschließen. Was so auch für die Bückeburger Einrichtung gelten kann. Nicht nur, dass dort übers Jahr zahlreiche Lesungen und Vortragsveranstaltungen stattfinden – es gibt auch etliche Workshops für die Kinder und Führungen zu bestimmten Themen.
Kurzum: Hinsetzen und still sein – das war einmal. Heute ist das Museum Bückeburg ein Ort für neugierige Fragen und für spannende Antworten. „Für uns sind alle Themen relevant, die für Bückburg in irgendeiner Weise wichtig sind“, bringt es Twachtmann-Schlichter auf den Punkt. Das kann eine Sonderausstellung zu Briefen des Ersten Weltkriegs sein, oder eine zu der „Erfolgsgeschichte“ der „Bückeburger Jäger“. Dabei muss diese Geschichte gar nicht unbedingt „in der fernen Vergangenheit liegen.“ „Wir wollen an Stadtgeschichte anknüpfen und sie für kommende Generationen bewahren“, sagt Anke Twachtmann-Schlichter. Das sei mit der Ausstellung zu den Bückeburger Jägern gelungen.

 

Wie gut diese kleine Schau gelungen ist, zeigte sehr eindrücklich eine Führung am „Internationalen Museumstag“. Oliver Glißmann und Jürgen Schneider erläuterten den Gästen, wie die Geschichte der Bückeburger Jäger begonnen hat und welche Strapazen die einzelnen Musiker damals auf sich nahmen, um zu einem der zahlreichen Konzerte zu gelangen. Da es damals noch keinen Tour-Bus gab, war das Motorrad das Verkehrsmittel der Wahl. Aus dieser Zeit existiert übrigens ein schönes Foto, dass die „Jäger“ auf ihren „Böcken“ und in voller Montur (Haube, Handschuhe) zeigt. Schneider erzählte den Zuhörern dann, dass Heinrich Buhr, sein Schwiegervater und der Gründer des Orchesters, ausdrücklich auf die soziale Absicherung der Musiker bestanden habe. „Das war ihm sehr wichtig“, gab Schneider zu verstehen. „Er hat immer gesagt: Denkt an Eure Rente.“
Zumindest in der Anfangszeit (der damaligen „Commander Wing Band“) war die Entlohnung allerdings eher spärlich. „Da gab es für ein Konzert im Ratskeller in Stadthagen 23 Reichsmark, sechs Stück Blätterteigkuchen und 33 Zigaretten“, sagte Schneider. Die seien für die Menschen in der Nachkriegszeit eine Art Ersatzwährung gewesen.
Im Anschluss an die Führung waren die aktuellen Bückeburger Jäger zu erleben. Die vier Musiker erläuterten ihre Instrumente und gewährten einen Blick hinter die Kulissen. Das die Tuba würde sie auseinandergezogen 5,40 Meter lang ist, wusste kaum einer der Zuhörer. Dass sie zehn Kilo wiegt, schon eher.

Ansonsten nutzten die Musiker die kurzweilige Demonstration, um die altehrwürdige „Feindschaft“ zwischen Holz- und Blechbläsern weiterzuspinnen. Als Dirigent Sven Schnee, ein grandioser Holzbläser, von der Entstehung der Klarinette erzählte und erläuterte, dass die Klarinette auch als „Ersatz“ für Trompeten gedacht gewesen sei, feixte einer der Blechbläser: „Also sind die Klarinetten nur eine billige Variante?“ Spannend auch die Demonstration der Mundstücke. Während bei der Klarinette ein Holzplättchen schwingt, ist es beim Blech – das Lippenpaar des Musikers! „Wir müssten eigentlich Lippenbläser heißen“, sagte Schnee. Dieter Bals gab eine Demonstration ganz ohne Instrument. Den schmissigen Schlusspunkt setzte eine Kostprobe des großen musikalischen Könnens der Jäger mit „Hinter der Garage“.

Zurück in die Heimat

Blasorchester Bückeburger Jäger probt künftig in der Jägerkaserne

Bückeburg. Nach mehr als 15 Jahren, in denen das Blasorchester Bückeburger Jäger mangels eines anderen Übungsraumes notgedrungen in der „Fremde“ – sprich: der Alten Schule in Nienstädt – für seine hochkarätigen, konzertanten Auftritte proben musste, ist das 1949 als musikalische Formation der Heeresmusikschule im Bückeburger Jägerbataillon gegründete Ensemble nun wieder in seine Heimatstadt zurückgekehrt.

Bereits im Sommer 2014 habe man vom Standortältesten der Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg, Oberstleutnant Rainer Lüttge, das Angebot erhalten, leer stehende Räumlichkeiten in der an der Ulmenallee gelegenen Jägerkaserne als Proberaum zu nutzen, berichtete Dirk Hasse, der Chef des Vereins. Nach Besichtigung der Örtlichkeiten sowie Klärung diverser Fragen habe man sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge für den Umzug nach Bückeburg entschieden. Ein weinendes, weil sich die Musiker in der Alten Schule in Nienstädt, wo sie nach dem Wegfall ihres vorherigen Übungsraumes in der zwischenzeitlich abgerissenen Bückeburger Gaststätte Kamann Asyl gefunden hatten, trotz beengter Verhältnisse wohlgefühlt haben. Ein lachendes allein schon deshalb, da der Standort in der Kaserne viel mehr Platz bietet, um sich mit allen Instrumenten und anderen Utensilien zu entfalten.

„Ich denke, das ist eine gute Lösung“, betonte Hasse. Ergänzend wies er darauf hin, dass ihm das für die Vermietung zuständige Bundeswehrdienstleistungszentrum in Wunstorf zugesagt habe, dass den Bückeburger Jägern der Proberaum in der Jägerkaserne mindestens für die nächsten zehn Jahre zur Verfügung stehe. Dies übrigens auch vor dem Hintergrund, dass sich die Bundeswehr angesichts der Diskussionen um die Zukunft dieses Bundeswehrstandortes schon jetzt bemühe, auch noch weitere Vereine als Nutzer von leer stehenden Räumlichkeiten der Kaserne zu akquirieren.

Unabhängig davon habe er vor dem mittlerweile vollzogenen Umzug aber auch mit Bückeburger Bürgermeister Reiner Brombach gesprochen und von ihm die Zusicherung erhalten, „dass es der Stadt nicht noch einmal passiert, die Bückeburger Jäger aus der Stadt zu lassen“. Eine für das Blasorchester ebenfalls gewichtige Aussage, denn ein Zurück in die Alte Schule gibt es nicht mehr, da, so Hasse, seitens der dortigen Gemeinde bereits eine Nachnutzung der nun frei gewordenen Räumlichkeiten durch andere Vereine signalisiert worden ist.

„Im Grunde war immer klar: Als Bückeburger Jäger müssen wir wieder nach Bückeburg zurück“, merkte Dirigent Sven Schnee an. Bei einem ersten Test sei die Akustik des neuen Proberaumes zwar „sehr hallig und knallig“ gewesen. Nachdem der Verein aber einige Modifikationen in Sachen Raumgestaltung vorgenommen habe und da auch die Musiker mit ihren Körpern einen Teil des Schalls schlucken würden, sei die Akustik nun „in Ordnung“. Für eine weitere Verbesserung dürften zudem die neuen Vorhänge sorgen.

Der in optischer Hinsicht noch „etwas bundeswehrmäßigen Atmosphäre“ müsse man indes mit Pinsel und Farbe entgegenwirken. Vielleicht könne man durch den neuen Standort sogar den einen oder anderen Musiker für das Blasorchester gewinnen, zumal man in der Jägerkaserne ja deutlich mehr Platz habe.

Als Ausblick auf 2015 berichtete Schnee, dass die Jäger bei der Feier zum 400. Jubiläum der Stadtkirche (16. Mai) spielen und ihr „Herbstkonzert“ in Bückeburg (27. September) geben werden. Auf dem Programm stehen unter anderem auch der Große Zapfenstreich bei den Bürgerschützenfesten in Bückeburg, Obernkirchen und Stadthagen sowie Auftritte bei „Landpartie“ und „Ährensache“ im Schloss Bückeburg. Ferner sind Aufnahmen für eine neue Musik-CD geplant.

Als langjährige Mitglieder wurden Uwe Lilienthal, Arne Koller und Dirk Hasse geehrt, die dem Verein seit 30 Jahren angehören. Kathrin Vial mischt seit zehn Jahren mit, während Marleen Wedemeier und Laurin Wedemeier seit fünf Jahren dabei sind.

Ein Erlebnis par excellence

38. Jahreskonzert der Bückeburger Jäger im Rathaussaal, unterstützt vom Männerchor "Liederkranz"
Bückeburg. Schmissige Trompeten, tolle Solisten und ein abwechslungsreiches Programm – das 38. Jahreskonzert der „Bückeburger Jäger“ war wieder einmal ein (Hör-)Erlebnis par excellence. Unterstützt wurden die Bläser vom Männerchor „Liederkranz“ Enzen-Hobbensen, der, unter der Leitung von Manfred Neumann, mächtig Dampf machte.

 

Jahreskonzerte der „Bückeburger Jäger“ im Rathaussaal sind etwas Besonderes, haben eine ganz spezielle Atmosphäre. Woran das liegt? Vielleicht daran, dass die „Jäger“ eine große „Fanbase“ haben. Oder anders gesagt: Ein Teil des Publikums besucht nicht zum ersten Mal ein Konzert der „Jäger“.

Dass zwischen den Musikern und ihrem Publikum eine enge Verbundenheit besteht, ist an diesem Abend von Beginn an spürbar. Moderator Dirk Hasse nimmt dieses Gefühl in seiner Begrüßung auf und fasst es in Worte: „Wir sind wieder zu Hause, hier in unserer guten Stube im Rathaussaal“, ruft er in den Gästen zu. In diesem Saal komme man immer wieder gerne, um „Jahr für Jahr unsere Spielsaison vor einem großartigen Publikum zu beginnen.“ Viel Freude habe auch das 65. Jubiläum im vergangenen Jahr gemacht, sagte Hasse. Da habe man „groß gefeiert“ – unter anderem mit Konzerten und einer Ausstellung. „Das war einfach toll und das verdanken wir auch ihnen“, ließ Hasse das Publikum wissen. Und verkündete in Anlehnung an einen – im Programm enthaltenen – Titel von Udo Jürgens: „Mit 66 Jahren da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran.“

Spaß hatten die Musiker ganz offensichtlich auch am Eröffnungsmarsch, den „Erinnerungen an Trient“ von Julius Fucik. Eine schöne Melodie und unerwartete Tempiwechsel machen dieses Werk zu einem Juwel, das viel zu selten gespielt wird. Manch einer wird sich später ertappt haben diesen kleinen Ohrwurm bis nach Hause geschleppt zu haben. Mindestens genauso schön, aber viel bekannter: Brahms Ungarischer Tanz Nr. 5 (von 21). Dirigent Sven Schnee kostet die zahlreichen Pausen voll aus – dann gibt er dem Affen Zucker, lässt die Zügel schießen. Hinein geht’s in den nächsten Schwung, alles kreist, dreht sich. Hinreißend! Ein schön herausgespieltes Stück Musik! Dann, fast als wäre er für diesen Abend geschrieben worden, kommt der „Jägerchor“ aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber, daher. Kaspar und Max streiten sich um Agathe – wer gewinnt? „Natürlich der, der die Jäger auf seiner Seite hat“, ist sich Dirk Hasse sicher. Wie heißt es doch in dem Lied so schön: „Was gleicht wohl auf Erden, dem Jägervergnügen?“ Das Sangesvergnügen vielleicht? Eines steht jedenfalls fest: Der gemeinsame Vortrag von rund 90 Musikern (Bläsern und Sängern) macht richtig Laune. Der mächtige Klang rauscht wie eine Woge über das Publikum hinweg – nur unterbrochen vom Schlag der großen Pauke. Kommentar eines Kindes (mitten in eine Pause hinein): „Der haut ja viel zu laut darauf.“

Viel „Wumms“ und noch mehr Trompetenglanz bei der Ouvertüre zu Franz von Suppes „Leichte Kavallerie“. Das weltbekannte Stück verbindet schneidige Militärsignale und ungarisches Kolorit mit einer im mitreißenden 6/8-Takt einherreitenden Kavallerie. Wen da nicht die Tanzlust packt … Den Schlusspunkt vor der Pause setzt dann der Chor mit dem wehmütigen „Chianti-Lied“. Süffig!

Der zweite Teil beginnt wie der erste: mit jubelnden Trompeten und schmissigen Bläsern. Der „Böhmische Diamant“ ist ein musikalisches Juwel – und durchaus vertrackt zu spielen. Ein ganz besonders Instrument kommt dann im nächsten Stück, „The Happy Cyclist“, zum Einsatz. Solist Michael Lindemeier bedient die Fahrradklingel, das Fahrrad hat er aus Unterhaltungsgründen gleich mitgebracht. Ob es eine Triangel auch getan hätte? Lindemeier beweist das Gegenteil. Sein ausdrucksstarker, gefühlvoller Klingel-Schlag gibt dem Werk erst die rechte Würze. Allzeit gute Fahrt! Und noch ein Solo, dass richtig Laune macht: Ernst Weiser, Dieter Bals und Susanne Loos singen „Hinter der Garage“ (mit Doppel-Schmatzer für die Dame) so gefühlvoll und mit so viel Schmelz in der Stimme, dass es eine Freude ist. Gleiches gilt für Marleen Wedemeier und ihren Bruder Laurin, die ebenfalls solistisch brillierten. Zum Schluss, beim inbrünstig vorgetragenen „Weserbogenlied“, singen alle mit. Die Zuhörer, der Chor, die „Jäger. Ein tolles Erlebnis. Nach rund drei Stunden (Dirk Hasse: „Können Sie noch sitzen“?) ist das grandiose Konzert vorbei – auf die Musiker prasselt ein wahres Applausgewitter nieder, die Zuhörer trampeln, pfeifen, sind begeistert. Und Mechthild Kruse? Die hat rote Wangen: „Es war großartig“, sagt die 62-Jährige. „Von mir aus hätte es gerne noch weitergehen können.

Grandios

VON MICHAEL GRUNDMEIER

Bückeburg. Schmissige Trompeten, tolle Solisten und ein abwechslungsreiches Programm – das 38. Jahreskonzert der „Bückeburger Jäger“ war wieder einmal ein (Hör-)Erlebnis par excellence. Unterstützt wurden die Bläser vom Männerchor „Liederkranz“ Enzen-Hobbensen, der, unter der Leitung von Manfred Neumann, Dampf machte.

 

Jahreskonzerte der „Bückeburger Jäger“ im Rathaussaal sind etwas Besonderes, haben eine ganz spezielle Atmosphäre. Vielleicht liegt es daran, dass die „Jäger“ eine große „Fanbase“ haben. Dass zwischen den Musikern und ihrem Publikum eine enge Verbundenheit besteht, ist von Beginn an spürbar. Moderator Dirk Hasse nimmt dieses Gefühl in seiner Begrüßung auf und fasst es in Worte: „Wir sind wieder zu Hause, hier in unserer guten Stube im Rathaussaal.“

Viel Freude habe auch das Konzert zum 65-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr gemacht, sagte Hasse. „Das war einfach toll.“ Und er verkündete in Anlehnung an einen – im Programm enthaltenen – Titel von Udo Jürgens: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran.“

 

Spaß hatten die Musiker ganz offensichtlich auch am Eröffnungsmarsch, den „Erinnerungen an Trient“ von Julius Fucik. Eine schöne Melodie und unerwartete Tempiwechsel machen dieses Werk zu einem Juwel. Mindestens genauso schön, aber viel bekannter: Johannes Brahms Ungarischer Tanz Nr. 5 (von 21). Dirigent Sven Schnee kostet die zahlreichen Pausen voll aus – dann gibt er dem Affen Zucker. Hinein geht’s in den nächsten Schwung, alles kreist, dreht sich. Hinreißend! Ein schön herausgespieltes Stück Musik. Dann kommt der „Jägerchor“ aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber daher. Kaspar und Max streiten sich um Agathe – wer gewinnt? „Natürlich der, der die Jäger auf seiner Seite hat“, so Hasse. Wie heißt es doch in dem Lied so schön: „Was gleicht wohl auf Erden, dem Jägervergnügen?“ Das Sangesvergnügen?

 

Eines steht jedenfalls fest: Der gemeinsame Vortrag von rund 90 Musikern (Bläsern und Sängern) macht richtig Laune. Der mächtige Klang rauscht wie eine Woge über das Publikum hinweg – nur unterbrochen vom Schlag der Pauke. Kommentar eines Kindes: „Der haut ja viel zu laut darauf.“

 

Viel „Wumms“ und noch mehr Trompetenglanz bei der Ouvertüre zu Franz von Suppés „Leichte Kavallerie“. Das weltbekannte Stück verbindet schneidige Militärsignale und ungarisches Kolorit mit einer im mitreißenden 6/8-Takt einherreitenden Kavallerie. Den Schlusspunkt vor der Pause setzt dann der Chor mit dem wehmütigen „Chianti-Lied“. Süffig!

 

Der zweite Teil beginnt wie der erste: mit jubelnden Trompeten und schmissigen Bläsern. Der „Böhmische Diamant“ ist ein musikalisches Juwel – und durchaus vertrackt zu spielen. Ein ganz besonders Instrument kommt dann im nächsten Stück, „The Happy Cyclist“, zum Einsatz. Solist Michael Lindemeier bedient die Fahrradklingel, das Fahrrad hat er aus Unterhaltungsgründen gleich mitgebracht. Sein ausdrucksstarker, gefühlvoller Klingel-Schlag gibt dem Werk erst die rechte Würze. Zum Schluss, beim inbrünstig vorgetragenen „Weserbogenlied“, singen alle mit. Die Zuhörer, der Chor, die „Jäger“.

 

Nach rund drei Stunden ist das grandiose Konzert vorbei – auf die Musiker prasselt ein Applausgewitter nieder, die Zuhörer trampeln, pfeifen, sind begeistert.

Ein dreifaches Horrido

„Wir wollen Menschen zusammenbringen und gemeinsam einen fröhlichen und ungezwungenen Abend verbringen“, hat Stadtmajor Martin Brandt eingangs des vom Bürgerbataillon in der früheren Wagenremise von Schloss Bückeburg organisierten Grünkohlessens betont.

 

Bückeburg. Darüber hinaus eröffne der Abend die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen und etwas gegen die zunehmende Anonymisierung der Gesellschaft zu unternehmen.

 

Brandt brachte seine Freude über die große Zahl der auswärtigen Besucher zum Ausdruck. „Wir werten dies als Zeichen der Beliebtheit, aber auch der Attraktivität dieser Veranstaltung“, erklärte der Stadtmajor, als er die zahlreichen Ehrengäste willkommen hieß. Besonders freue er sich einmal mehr über die aus der holländischen Partnerstadt Zuidplas angereiste Delegation. „Die 15 Frauen und Männer unseres Nieuwerkerker Rotts hatten den längsten Anreiseweg und trotz Eis und Schnee keine Mühen gescheut, um heute Abend mit uns zu feiern“, legte Brand dar. Das sei schon mal einen Extra-Applaus wert.

 

Die große Zahl, darauf machte Bürgermeister Reiner Brombach aufmerksam, „zeigt, dass auch eine 40-jährige Freundschaft nicht rostet“. Das Stadtoberhaupt rief das derzeit in zahlreichen Ländern anzutreffende Unheil und die relativ kurze Zeit zurückliegenden Ereignisse in Frankreich und das Flugzeugunglück in der Ukraine in Erinnerung. Da 2015 zum Jahr des Lichtes ernannt worden sei, „sollten wir in Bückeburg und Schaumburg unser Licht so wirken lassen, dass es in die Welt hineindringt.“

 

Diese Ereignisse, das merkten die Sprecher der niederländischen Delegation, Dini Borrmann und Ferry van Wijnen, an, verdeutlichten die Wichtigkeit guter Außenbeziehungen. „Gegenseitiges Verständnis füreinander und für die verschiedenen Welten, worin wir leben, ist unentbehrlich“, sagte Ratsherr Wijnen. „Die vielen Austausche zwischen unseren beiden Gemeinden haben viel zu einem besseren Verständnis zwischen Deutschen und Niederländern beigetragen.“

 

Im Anschluss an die aus Sicht der gewöhnlichen Festbesucher erfreulich kurzen Ansprachen kam alsbald das vom Röhrkastener „Krug zum grünen Kranze“ gelieferte Wintergemüse auf die Tische. Festwirt Fabian Hahn und dessen 15-köpfiges Team trugen dafür Sorge, dass den Gästen die Getränke nicht knapp wurden. Für die musikalische Unterfütterung zeichneten in diesem Jahr wieder einmal die „Bückeburger Jäger“ verantwortlich. Die mit viel Beifall begrüßte frühere Grünkohl-Stammkapelle ersetzte die „Deistertaler Musikanten“, die aufgrund einer schweren Erkrankung ihres Dirigenten Günter Deseniß den Remisen-Auftritt absagen mussten. Die unter der Leitung von Sven Schnee agierenden „Jäger“ legten sich mächtig ins Zeug und trugen ein gerüttelt Maß zur guten Gesamtstimmung bei. „Wir haben Spaß auf der Bühne und das überträgt sich ins Publikum“, meinte Stabführer Schnee, der nicht nur allerhand Märsche und Polkas, sondern auch Musicalmelodien und ein Beatles-Medley intonieren ließ.

Brandt erinnerte – bevor er ein dreifach kräftiges Horrido auf die Stadt, das Bataillon und das Grünkohlessen ausbrachte – daran, dass dem Bataillon im Sommer ein weiteres großes Fest ins Haus steht. „Als Höhepunkt des Jahres wollen wir vom 26. bis 30. August unser Bürgerschießen feiern“, weckte der Stadtmajor die Vorfreude der Grünkohlliebhaber auf die im Zweijahresrhythmus auf die Beine gestellte Traditionsveranstaltung.

Aktuelle Termine

Jahreskonzert 2017

am 18. März um 19.30 Uhr

im Rathaussaal Bückeburg

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Karten sind ab sofort hier auf der Webseite, bei allen Orchestermitgleidern und der Schaumburg-Lippischen Landeszeitung in Bückeburg (Lange Strasse) erhältlich!

Neuigkeiten

Ab sofort ist unsere neue CD "Schaumburg die Treue" erhältlich!

Einfach direkt hier auf der Webseite bestellen!

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