Blasorchester Bückeburger Jäger e. V.
Blasorchester Bückeburger Jäger e. V.

Presse-Artikel aus dem Jahr 2016

Die pure Weihnachtsstimmung kommt auf


Besinnliche Weihnachtsserenade lockt ein großes Publikum / Vor der illuminierten Schloss-Szenerie gemeinsam singen


BÜCKEBURG (wa). Weihnachtlicher geht es kaum: Die Weihnachtsserenade 2016 hat am vergangenen Sonntag viele Schaumburger zum Bückeburger Schloss gelockt. Milde Temperaturen, Windstille aber ordentlich Nieselwetter hielten die meisten nicht davon ab, sich dem besinnlichen Konzert und der atmosphärischen Illuminierung des Abends in historischer Kulisse hinzugeben. Und so spielten und sangen vor einem großen Publikum das Blasorchester der Schaumburger Jäger unter der Leitung von Sven Schnee, der Schütte Chor unter der Leitung von Jürgen Schütte, der Konzertchor der Schaumburger Märchensänger unter der Leitung von Sascha Davidovic und der Kinderchor des Schaumburger Jugendchores unter der Leitung von Stefanie Feindt. Nach dem Festmarsch "Tochter Zion" richtete Bürgermeister Reiner Brombach einige Worte an die Besucher. Er erinnerte daran gerade jetzt in stürmischen Zeiten zusammenzuhalten und aufeinander zu achten. Neben dem allzeit beliebten "Carol of the Bells" gab es "Machet die Tore weit" und die "Highland Cathedral" zu Gehör. Die Jugendchöre sangen zudem gemeinsam "Es ist ein Ros entsprungen" sowie alle Akteure gemeinsam mit dem Publikum "Stille Nacht" und "Oh, du fröhliche". Wer dort nicht mit einem weihnachtlichen Gefühl zu Hause eingekehrt ist, der hat nicht hingehört.

Adventsstimmung vor dem Schloss


Die Weihnachtsserenade ist und bleibt ein Publikumsmagnet: Trotz Nieselregens und ungemütlicher Temperaturen strömten weit mehr als 1000 Zuhörer zu dem musikalischen Stelldichein am Abend des vierten Advents auf den Schlossplatz.

 

BÜCKEBURG. Dabei fand die 35. Auflage des einst vom Gründer des Blasorchesters Bückeburger Jäger Fritz Glas ins Leben gerufenen Advents-Ausklangs mit dem Schütte-Chor, den Schaumburger Märchensängern und dem Schaumburger Jugendchor wieder an ihrem angestammten Platz vor dem Schlossportal statt. Im Vorjahr hatte sie einmal der dort noch aufgebauten Gastronomie des Weihnachtszaubers weichen müssen. Die am 4. Dezember beendete Großveranstaltung lieferte indes mit ihrer gewaltigen Schlossplatz-Illuminierung auch diesmal die nach wie vor beeindruckende Kulisse für die Weihnachtsserenade, die traditionell vom Blasorchester Bückeburger Jäger mit Georg Friedrich Händels Festmarsch „Tochter Zion“ eröffnet wurde.

 

Der Schaumburger Jugendchor und der Konzertchor der Märchensänger intonierten wieder mehrere Stücke gemeinsam, so das bekannte schweizerische Sternsingerlied „Es ist für uns eine Zeit gekommen“ und „Es ist ein Ros entsprungen“. Vom Schütte-Chor erklang unter anderem Johan Heinrich Lützels „Machet die Tore weit“ und „Freu dich Erd und Sternenzelt“, während das Blasorchester den Choral „Gloria“ und „Highland Cathedral“ anstimmte. Dabei handelt es sich um ein Stück, das 1982 vom deutschen Komponisten Michael Korb zusammen mit dem Produzenten Uli Roever geschrieben wurde und seitdem einen Siegeszug um die ganze Welt antrat, unter anderem als schottische Nationalhymne vorgeschlagen und bis 1997 als offizielle Hymne der Hongkong Police verwendet wurde. Den musikalischen Ausklang bildeten wie immer die gemeinsam mit dem Publikum gesungenen Weihnachts-Evergreens „Stille Nacht“ und „Oh du fröhliche“.

 

Positives und Negatives im neuen Jahr


Bürgermeister Reiner Brombach warf in seiner kurzen Ansprache eine Vorausschau auf das kommende Jahr. Als besonders positiv für 2017 nannte er die Planung einer neuen Kinderkrippe im Gebäude der ehemaligen Blindow-Schule an der Hinüberstraße – „nicht für das Christuskind, aber für viele Kinder aus Bückeburg, die diese Einrichtung benötigen“.

Doch in die hoffnungsvolle Perspektive musste der Bürgermeister diesmal auch einen Wermutstropfen schütten: Die gerade erfolgte Zustimmung von Bundestag und Bundesrat für den Bundesverkehrswegeplan 2030 und das Bundesschienenwegeausbaugesetz ermögliche jetzt den Bau einer neuen ICE-Trasse durch Schaumburg nach Porta. „Diese Trasse, die hier in der Region wirklich niemand will, wird uns in den kommenden Jahren noch arg beschäftigen.“ Abseits des Mikrofons hatte Brombach für die anwesenden Journalisten noch einen unverblümteren Kommentar über das Parlamentsvotum zugunsten der Neubautrasse übrig: „Das war wirklich eine unglaublich bescheuerte Entscheidung.“

250 Gäste genießen „Matjes mit Musik“


Zum „Böhmischen Traum“, gespielt von den Bückeburger Jägern, haben 250 Gäste am Freitag in die Pellkartoffeln gepiekt und die Matjesfilets zerteilt: Im Schützenhaus genossen geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik, von Vereinen und Institutionen „Matjes mit Musik“.


Stadthagen. Zum 33. Mal hatte die Stadthäger Polizei zu der Benefizveranstaltung eingeladen. Bevor der Fisch auf den Tisch kam, applaudierten die Gäste dem Heringskönig. Beim Gästeschießen der Polizei hatte der hiesige Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) aus Nienburg, die Würde errungen und brachte den Matjes-Essern in spe das politische Geschehen aus Heringssicht nahe: Am Spreeufer habe jüngst so mancher vergeblich versucht, den richtigen Fisch für das Amt des Bundespräsidenten zu angeln.

Beermann: „Es waren Forellen dabei wie von der Leyen, Flundern wie Schäuble, Aale wie Lammert oder Brassen wie Käßmann.“ Die Vergleiche reizten die Lachmuskeln der Zuhörer. Aber der richtige Fang sei dann „dem Sigmar“ gelungen. „Ich wusste gar nicht, dass Heringe auf Harzer Roller stehen“, fügte Beermann in Anspielung auf Sigmar Gabriel (SPD) an.

 

Bahnstrecke sorgt für Diskussion

 

Als „unseren europäischen Blauwal“ begrüßte der Redner Burkhard Balz (CDU), Mitglied im Europäischen Parlament. Weit weg von Brüssel sei aber auch in Schaumburg diese Jahr jede Menge los gewesen, so Beermann. Besonderen Diskussionsstoff habe die Bahnstrecke Hannover-Bielefeld geboten: Da im Schaumburger Land wenig Möglichkeit bestehe, in seichten Gewässern zu reisen, „habe ich mir manches Mal gewünscht, die leidige Bahntrasse vor Haste in die Erde gehen und erst hinter Porta wieder rauskommen zu lassen“, stöhnte der Politiker. Doch diesen Wunsch könne selbst „der große weiße Hai, die Deutsche Bahn, uns nicht erfüllen“. Dieser bleibe eine Gefahr für das Schaumburger Aquarium.


Beermann berichtete alsdann von einem märchenhaften Ereignis. Als er samt Heringskönigskette „durch das große gläserne Aquarium mit der Kuppel in Berlin“ geschwommen sei, sei ihm die „Merkeljungfrau, äh, natürlich Meerjungfrau der Großen Koalition“ begegnet. Deren Sorgenfalten hätten sich sofort geglättet als er, der kleine Hering mit der glänzenden Kette, der Meerjungfrau erklärte, seine Amtszeit dauere nur ein Jahr. Beermann: „Ein Lächeln lag auf ihrem Gesicht.“

 

10196 Euro für die Tafeln gesammelt

 

Beermann schloss mit Bezug auf die einzige ihm genehme Form des Sozialismus. Schon Franz-Joseph Strauß, der „Quastenflosser der CDU“, habe gesagt: „Freibier ist Sozialismus.“ Beermann wie auch sein Vorgänger im Amt, Marc Busse, bekamen nach der Rede eine goldene Heringsnadel ans Revers geheftet. Dann wurde es spannend: „Heringsbändiger“ Axel Bergmann verkündete den Spendenstand: Bis zum Nachmittag des Matjes-Tages seien 10 196 Euro für die Schaumburger Tafeln überwiesen worden. Der Präsident des DRK-Kreisverbandes Bernd Koller dankte allen Gebern herzlich: „Euer Spendengeld ist gut angelegt.“ Die Empfänger der diesjährigen Spendenaktion hatte der Heringskönig ausgesucht. sk

Benefizkonzert zugunsten der Tschernobylhilfe


Die einst von Friedrich Winkelhake ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft für die Kinder von Tschernobyl ist ein Vorzeigeprojekt der evangelischen Kirchengemeinde Bad Eilsen. Das bewies das Benefizkonzert, zu dem auch in diesem Jahr das Blasorchester Bückeburger Jäger und der Gemischte Chor Eilsen beigetragen haben.

 

BAD EILSEN. Es spricht für die Beharrlichkeit, aber auch für die Weitsicht dieser Gemeinschaft, dass sie ihre Hilfe nicht einfach einstellt, weil das Reaktorunglück schon drei Jahrzehnte zurückliegt. Die Folgen solcher atomarer Katastrophen sind leider unübersehbar langlebiger. Das haben offenbar viele andere Organisationen verdrängt, die sich inzwischen zurückgezogen haben. Ganz im Gegensatz dazu hat die Eilser Tschernobylhilfe ihre Unterstützung nicht zurückgefahren oder gar beendet, sondern sogar erweitert. Darüber berichteten der Sprecher der AG, Diakon Ingmar Everding, und die in diesem Gremium engagiert mitarbeitende Bürgermeisterin Christel Bergmann im Rahmen des Benefizkonzertes.

Es ist beispielhaft, was in dem weißrussischen Patendorf Swonez alles für die Verbesserungen der Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen bereits getan wurde. Ein zusätzliches Feld war zuletzt die Übernahme von Patenschaften für Kinder, die in der verstrahlten Region an Krebs erkrankt sind. Mit 100 Euro im Jahr lässt sich schon einiges bewirken, vor allem bei der Versorgung mit Medikamenten.


Everding informierte die Zuhörer darüber, dass die Tschernobylhilfe 2017 ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Das soll dann auch mit besonderen Veranstaltungen begangen werden. Das Programm wird noch vorbereitet. Der Diakon bat aber bereits wieder um die Unterstützung bei der Aufnahme von Ferienkindern aus Swonez im kommenden Sommer.

 

Ehrenamtliche Helfer geben alles

 

Was alles bisher von der Arbeitsgemeinschaft geleistet wurde, war zahlreichen Bild- und Texttafeln zu entnehmen, die im Anschluss im Kirchenraum ausgestellt wurden.

Geradezu vorbildlich war auch wieder der Einsatz aller ehrenamtlichen Helfer bei der Organisation des Konzertes am Vorabend des dritten Advents. Es wurden eigens Tische und Stühle herbeigeschafft, um mehr Atmosphäre für ein geselliges Miteinander zu schaffen. Dazu gab es Snacks und Getränke (sogar Glühwein). Für den Service hatten sich zahlreiche junge Menschen zur Verfügung gestellt. Und nach dem Konzert musste alles für den Gottesdienst am nächsten Tag wieder hergerichtet werden.

 

Die musikalischen Beiträge waren zwischen Orchester und Chor gut abgestimmt worden. Die von Ulrike Köhler geleitete Singgemeinschaft konzentrierte sich auf klassische Weihnachtslieder. Die Jäger streuten einige Melodien ein, die kompositorische Höhepunkte sind. Dazu gehörten zum Beispiel Frank Sinatras „My Way“, „What a wonderful world“ mit dem Dirigenten Sven Schnee als Saxofon-Solisten und dem mitreißenden „Highland Cathedral“, das fast den Rang einer schottischen Hymne hat.

 

Der Orchesterchef Dirk Hasse sorgte für eine launige, aber auch informative Moderation. Pastor Hendrik Blank schloss das stimmungsvolle Konzert mit einer Andacht. sig

Bückeburger Jäger stimmen den 2. Advent an


Adventskonzert im Hubschraubermuseum / Kartenvorverkauf für Jahreskonzert gestartet


BÜCKEBURG (ha). Am 2. Advent wartete ein besonderes Schmankerl auf die Liebhaber vom Blasmusik aus der Heimat: Die Bückeburger Jäger luden mit ihrem Blasorchester zu einem besonderen Adventkonzert ein, und zahlreiche Gäste waren der Einladung in das Bückeburger Hubschraubermuseum gefolgt. Nach einem Stück zu Einstimmung und einer herzlichen Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Dirk Hasse, der dem Hubschraubermuseum für die Zusammenarbeit dankte und das Publikum schon mal heiter und fröhlich auf den startenden Kartenverkauf für das Jahreskonzert im März 2017 hinwies, startete das Blasorchester unter der Leitung von Sven Schnee mit dem stimmungsvollem Stück ,,Deep River", woraufhin das Publikum nur noch zufrieden lauschte und gebannt zuhörte. Natürlich gaben die Bläser auch einen Marsch zum Besten, ,, Der Marsch des Robert Bruce" mit einem Flötensolo von Sandra Huder. Nach dem feierlichem ,,Gloria", einer Überarbeitung des allseits bekannten ,,Ehre sei Gott" für Blasorchester, folgte die für ein Konzert der Bückeburger Jäger obligatorische Polka, ,,die Böhmische Liebe" brachte sogleich Stimmung in den Saal. Dieses Stück kann man ebenfalls auf der neu im Tonstudio der Jägerkaserne aufgenommenen CD der Bückeburger Jäger ,, Schaumburg die Treue" hören, welche auch schon im Handel erhältlich ist. Nach dem festlicheren ,,Pavane in Blue" folgte der Klassiker ,,My Way" in einer Trompetensolo-Version mit Marleen Wedemeier. In der Pause wurden dann schon mal fleissig Karten für das am 18.3.2017 im Bückeburger Rathaussaal stattfindene Jahreskonzert und die eine oder andere CD aus dem Sortiment der Jäger als Weihnachtsgeschenk erworben, denn das Blasorchester erfreut sich auch über den Landkreis hinaus großer Beliebtheit. Nach der Pause folgte der 2. Teil des Adventskonzerts, bei dem das Publikum neben den Klassikern ,,White Christmas" und ,What a wonderful world" mit einem herrlichen Solo von Sven Schnee am Saxophon auch einige christliche Lieder zu hören bekam. Das Stück ,,Give us Peace" begeisterte die Gäste, vor allem auch durch die Soli von Dirk Hasse und Ernst Weiser an der Trompete. Aber auch das Publikum selber durfte mit aktiv werden und wurde bei ,,Es weihnachtet" und dem Weihnachtlieder-Medley zum Ende ausdrücklich zum Mitsingen aufgefordert. So nahm das insgesamt sehr festliche Adventskonzert der Bückeburger Jäger ein sehr feierliches Ende, als alle gemeinsam die beliebtesten Weihnachtslieder anstimmten.

 

Wo man Karten für das Jahreskonzert der Bückeburger Jäger und Cds erhält sowie weitere Informationen finden sich unter www.bueckeburger-jaeger.de.

Weihnachtliches und Charakterstücke


„Heute nehmen wir uns richtig Zeit für Sie“, hat Dirk Hasse den Besuchern eingangs eines Konzerts des Blasorchesters Bückeburger Jäger im Hubschraubermuseum zu verstehen gegeben. Der Auftritt solle dem Publikum als Einstimmung in die Adventszeit dienen, erläuterte der Moderator.


Bückeburg. Die Leitung des Ensembles übernahm Sven Schnee. Das Programm bot außer weihnachtlichen Kompositionen – „White Christmas“, „Give us Peace“, „Es weihnachtet“, „Weihnachtslieder-Medley“ – überwiegend konzertant-feierliche Charakterstücke wie „Deep River“, „Marsch des Soldaten Robert Bruce“, „What a Wonderful World“ und „Highland Cathedral“. Dass die exzellent aufgelegten Musiker mit „Böhmische Liebe“ auch tänzerische Klänge zu Gehör brachten, nahm ihnen niemand übel.

 

Der Moderator nutzte die Gunst der Stunde, um zwischendrin an das Jahreskonzert zu erinnern, welches am 18. März des kommenden Jahres im großen Saal des Bückeburger Rathauses mit einem großen Programm aufwartet.

 

Einen kurz darauf angesiedelten Höhepunkt hatten die Zuhörer gleich zu Beginn mit dem „Festmarsch Tochter Zion“ erlebt: Das Stück bildet traditionell den Auftakt der Weihnachtsserenade auf Schloss Bückeburg, den die Jäger alljährlich gemeinsam mit Bückeburger Vokalisten bestreiten.

 

Der Festmarsch zählte ebenso zu den Höhepunkten des im Hubschraubermuseum unterbreiteten Adventsangebots wie eine zauberhafte Interpretation des Klassikers „My Way“ mit der Solistin Marleen Wedemeier. Eine herzzerreißende Ausdeutung von „Pavane in Blue“, das aus der Feder des Komponisten Henk Cornelis van Lijnschooten stammt, der auch unter den Pseudonymen Michael van Delft und Ted Huggens veröffentlichte, machte das musikalische Können der Jäger noch einmal deutlich.

 

Dass Hasses Ankündigungen zu Beginn des Konzertes keine Lippenbekenntnisse waren, unterstrichen die Forderungen des Publikums nach einer Zugabe. In diesem Moment führte – Vorweihnachtszeit hin, Vorweihnachtszeit her – kein Weg um das von „Tirol die Treue“ inspirierte Jäger-Markenzeichen herum, bekannt als „Schaumburg die Treue“. bus

Hörenswerter Querschnitt
Neue Jäger-CD „Schaumburg die Treue“ abwechslungsreicher musikalischer Leckerbissen
 
BÜCKEBURG. Ein Dutzend Titel versammelt die jüngst vom Blasorchester Bückeburger Jäger veröffentlichte Compactdisc „Schaumburg die Treue“. Die nach „Musik ist Trumpf“ (aus Anlass des 50-jährigen Bestehens herausgebracht) und „Gut aufgelegt“ jetzt dritte CD der Traditionsformation offeriert dem Publikum einen hörenswerten Querschnitt aus dem von traditioneller Blasmusik über klassische Bearbeitungen bis zu moderner Konzertliteratur und Militärmusik reichenden Jäger-Repertoire.
 
Das seit 2011 unter der Leitung von Sven Schnee agierende Ensemble legt mit der im Studio 80 (Bad Wörishofen) aufgenommenen und produzierten Publikation einen abwechslungsreichen vor, der im Kreis der Liebhaber „handgemachter“ Blasmusik ein positives Echo auslösen wird.
 
Der Einstieg bietet mit dem Anfangsthema aus „Also sprach Zarathustra“ einen veritablen Wachmacher, der die vielfältigen musikalischen Möglichkeiten der Jäger unter Beweis stellt. Während der anschließende Kürassiermarsch „Großer Kurfürst“ behände aber nicht ungestüm voranschreitet, kommt der „Marsch des Soldaten Robert Bruce“ – eine Reminiszenz an den schottischen König Robert I. – ruhigeren Schrittes daher.
 
Nachdem eine fein hingetupfte Interpretation der „Anna Polka“ für entspannende Zerstreuung – „Easy Listening“, wie man heute sagt – sorgt, kommt „Das böhmische Märchen“ einer Einladung zum Tanz gleich. Auf den „Weiß-Blau-Marsch“ und die „Böhmische Liebe“ folgen die „Vineta-Glocken“, denen ein kräftigerer Klang fraglos gut getan hätte. Womöglich sollte das Orchester bei diesem Stück einmal ein Zusammenspiel mit dem Wiedensahler Handglockenchor probieren.
 
Eric Claptons in einer Bearbeitung von Bernd Classen eingespieltes „Wonderful Tonight“ fällt auf angenehme Weise aus dem Jäger-Rahmen. Der britische Rockmusiker schrieb das Liebeslied, als er auf seine spätere Ehefrau Pattie Boyd wartete. Man möchte meinen, dass die Instrumentalisten sich ebenfalls in die hübsche Pattie verliebt hätten.
 
Ob die Musikanten über ein spezielles Gefühlsverhältnis zum „alten Kaiser Willem“ verfügen, dessen Rückkehr dem Volksmund gemäß der „Fehrbelliner Reitermarsch“ herbeiführen möchte, ist nicht bekannt. Die schwungvolle Herangehensweise an die Richard-Henrion-Komposition spricht indes für Sympathie. Im Anschluss an eine frohgemute Einkehr beim „Schankwirt“ heißt es Abschied zu nehmen. Dem titelgebenden „Schaumburg die Treue“, respektive „Dem Land Tirol die Treue“ greifen kräftige Männerstimmen unter die Arme.
„Inspiriert von „Tirol die Treue“ hat das Orchester mit seinem selbst gedichteten Liedtext das Stück zum Markenzeichen gemacht. Der Text beschreibt die Schönheit Schaumburgs, umrahmt von den Klängen der Jäger, heißt es im Klappentext.
 
Die letzte Strophe: Und Bückeburg, fürstliche Residenzstadt / inmitten drin das wunderschöne Schloss / im Rathaussaal die Bückeburger Jäger / ein jedes Jahr Musik mit viel Genuss / du bist das Land, dem ich die Treue halte / weil du so schön bist, mein Schaumburger Land.
 
An der Aufnahme waren die Musiker Sandra Huder, Birgit Lindemeier (Querflöte), Walter Weiglein, Björn Schnee, Arne Koller, Volker Weiglein, Dieter Bradt, Karl-Heinz Hölscher (Klarinette, Saxophon), Ernst Weiser, Eckhard Baue, Lennart Brandt, Dirk Hasse, Heiko Deterding (Trompete), Jan Bonorden, Susanne Loos, Dieter Bals, Marleen Wedemeier, Fynn Busche, Ulrich Hiller (Flügelhorn), Kerstin Wedemeier, Olaf Busche, Jennifer Schniedertüns, Sonja Bärthel, Carsten Hoebbel, Ernst Römke, Kathrin Vial (Tenorhorn, Baritonhorn), Laurin Wedemeier, Klaus-Peter Tünnermann, Michael Tillmann, Heinz Düwel (Posaune) Uwe Lilienthai, Reiner Rühl (Tuba), Dirk Hentschel, Winfried Koziol und Michael Lindemeier (Schlagwerk) beteiligt.
Jubel zum Jubiläum
25. Auflage der „Maiklänge“ frisch und munter wie eh und je
Meinsen/Warber. Zum Jubiläum der Freiluftmusikveranstaltung „Maiklänge“ auf dem Gelände der Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum hatten die in den heimischen Formationen Spielmannszug und Schalmeienkapelle beheimateten Organisatoren einmal mehr ein Programm zusammengestellt, das sich hören lassen konnte.

Meinsen/Warber. Am Sonntag ist es 24 Jahre her gewesen, dass in den damals noch eigenständigen Nachbarortschaften Meinsen und Warber erstmals die Freiluftmusikveranstaltung „Maiklänge“ auf die Beine gestellt worden ist. Zum Jubiläum des 2001 vom Grundschulareal auf das Gelände der Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum gewechselten Openair-Vergnügens hatten die in den heimischen Formationen Spielmannszug und Schalmeienkapelle beheimateten Organisatoren einmal mehr ein Programm zusammengestellt, das die Herzen der Liebhaber populärer Arrangements höher schlagen ließ. „Frisch und munter wie eh und je; ein Jubiläum, das wirklich Anlass zum Jubeln gibt“, meinte ein Besucher.
 
Die Gastgeber freuten sich nicht nur über ein viele Hundert Köpfe zählendes Publikum, sondern auch über eine durchaus akzeptable Witterungssituation. „Das Wetter hatte uns ein wenig Kopfschmerzen bereitet, schön, dass es uns jetzt in die Hände spielt“, merkte Claudia Wacker an, die beim Spielmannszug den Ton vorgibt. „Unglaublich“, sagte Schalmeienkapellenchef Werner Winkelhake. Petrus bescherte dem Geschehen eine Lage, die mit deutlich höheren Temperaturen und um etliche Sonnenstrahlen reicher als in den Tagen zuvor daherkam.

Moderator Wolfgang Harting sprach sogar davon, dass man wegen der unfreundlichen Verhältnisse „in den letzten Wochen regelrecht leiden musste“. Das war unterdessen spätestens dann Schnee von gestern, als dieser den Auftritt des Feuerwehrmusikzuges Bierde-Schlüsselburg ankündigte. Der seit 1990 von Dieter Bals dirigierte Zug sorgte diesmal mit Gesangstiteln für reichlich Polka- und Schunkelseligkeit. Zu hören waren Nummern wie „Sag Dankeschön mit Rosen“, „Hinter der Garage“ und ein „Böhmischer Traum“.

Der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Barsinghausen nahm die Zuhörer mit auf eine von Irland nach Hamburg führende musikalische Kreuzfahrt. Die unter der Leitung von Akkordeonist Holger Breuer agierenden Choristen hatten unter anderem den „Hamborger Veermaster“ und etliche Erläuterungen darüber im Gepäck, was einen Seemann nicht erschüttern kann. Da kam bei zahlreichen mitsingenden Gästen Sehnsucht nach Seeluft, blauem Meer und fernen Häfen auf. 
 
Beim Blasorchester Bückeburger Jäger (Dirigent Sven Schnee) standen alles in allem 15 Kompositionen auf dem Programm. Los ging’s mit dem flotten „Weiß-Blau-Marsch“, dem alsbald die „Anna Polka“ und „Das böhmische Märchen“ folgten. Bevor im Zugabenteil der Jäger-Klassiker „Fliegermarsch“ erklang, waren beim „Beach Boys“-Medley Töne moderneren Zuschnitts zu hören. Das Repertoire der Schaumburger Trachtenkapelle (Leitung Lars Bögel) reichte vom „Einzug der Gladiatoren“ über „Rauschende Birken“ und „James Polka Party“ bis zur „Fischerin vom Bodensee“ und zur „Berliner Luft“. Die „Trachtler“ stellten einmal mehr ihr Geschick bei der Interpretation von Blasmusik der gleichermaßen anspruchsvollen wie flotten Art unter Beweis.

„Mehr als fünf Stunden Live-Musik vom Feinsten“, bilanzierte Moderator Harting. Wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass auch den gastgebenden Formationen (Dirigent Schalmeienkapelle Alexander Köchling, Dirigentin Spielmannszug Claudia Wacker) sowie dem Posaunenchor (Dirigent Dieter Wilharm-Lohmann) der Kirchengemeinde Meinsen ein erklecklicher Anteil am Gesamterfolg der 25. „Maiklänge“ zukam. Der Posaunenchor hatte im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst mehrere „weltliche“ Kompositionen interpretiert.
 
"Bückeburger Jäger" kehren zurück
 
Nach fast 20 Jahren im „Exil“ ist das Blasorchester „Bückeburger Jäger“ in seine „alte Heimat“ zurückgekehrt. „Wir sind froh, zurück zu Hause zu sein“, sagte der Vorsitzende Dirk Hasse bei der Generalversammlung im Hubschraubermuseum.
 
Bückeburg. Einen Dank richtete Hasse an die Gemeinde Nienstädt und Bürgermeister Gerd Widdel. Dieser hat, laut Hasse, immer ein offenes Ohr für die Belange der Jäger gehabt.
 
Es gibt Jahre, die würden in einer Chronik nur eine oder zwei Seiten einnehmen – mit anderen wiederum könnten ganze Kapitel gefüllt werden. So ein Jahr war das Jahr 2015 für das Blasorchester Bückeburger Jäger. Fast 20 Jahre waren die Musiker in Nienstädt „zu Hause“ gewesen, da bot sich die Gelegenheit zum Umzug in die „alte Heimat“, Bückeburg. Nicht, dass sich das Ensemble in Nienstädt nicht wohlgefühlt hätte. Im Gegenteil: Dort habe man viel Schönes erlebt, waren sich alle Bläser einig.
 
"Hier gehören wir hin"
 
Hasse bedankte sich noch mal ausdrücklich bei der Gemeinde Nienstädt, insbesondere beim Bürgermeister Gerd Widdel, der sich immer für die Jäger eingesetzt und ein offenes Ohr für ihre Belange gehabt habe. Und doch ist da die besondere Bindung des 1949 gegründeten Stadtorchesters an die ehemalige Residenzstadt. Dort wurde das Ensemble als musikalische Formation der Heeresmusikschule im Bückeburger Jägerbataillon ins Leben gerufen, dort sind sie tief verwurzelt. „Hier gehören wir hin“, wie Hasse beim jüngsten Jahreskonzert versicherte.
 
Bei der Hauptversammlung wies Hasse dann darauf hin, dass der Umzug in die Jägerkaserne Bückeburg viele Vorteile hat. Die Räume seien „größer und sehr schön“, die Miete absolut moderat und „auf dem Niveau des vorherigen Probenraumes“. Dazu kommt, dass der Raum in Nienstädt auf Dauer einfach zu klein geworden sei. Gerade in den vergangenen Jahren haben man einen „sehr guten Zulauf“ an Musikern gehabt, so Hasse. Das habe die Suche nach einem neuen Probenraum nötig gemacht.
 
Viel passiert
 
Aber auch musikalisch sind die zurückliegenden zwölf Monate ereignisreich verlaufen. Da war zum einen das Konzert 2015, das die „Jäger“ gemeinsam mit dem Männergesangverein Liederkranz Enzen-Hobbensen bestritten haben. Und dann das Jahreskonzert 2016, das erst kürzlich stattgefunden hat. Beide seien „ein voller Erfolg“ gewesen, sagte Hasse. „Wir hatten jeweils ein ausverkauftes Haus.“
 
Dazu kamen zahlreiche Zapfenstreiche: „Obernkirchen, Stadthagen und Bückeburg haben hintereinander ihre Schützenfeste veranstaltet – wir sind eben das Zapfenstreichorchester in der Region“, fasste Hasse zusammen. Ferner spielte das Orchester bei der musikalischen Eröffnung der Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 400-jährigen Bestehens der Stadtkirche und beim Start des Bückeburger Bühnensommers.
 
Die Vorstandswahlen brachten folgende Resultate: Hasse bleibt Vorsitzender. Weiter bestimmte die Versammlung Sandra Huder (stellvertretende Vorsitzende), Arne Koller (Geschäftsführer), Kerstin Wedemeier (Orchestersprecherin) und Volker Weiglein (Schriftführer) in den Vorstand.
 
Ehrungen gab es ebenfalls. Für aktive Mitgliedschaft gab es für Sven Schnee (fünf Jahre) und „Ehrendirigent“ Heiko Deterding (30) eine Nadel. Zum „Bückeburger Jäger des Jahres“ ernannte der Vorstand Jan Bonorden, der „trotz seiner beruflichen Tätigkeit sehr oft bei Proben und Konzerten ist und auch seit dem Probenraumwechsel die Getränkeversorgung übernommen hat“.
„Hier gehören wir hin!“
Kleines Jubiläum: Das Blasorchester „Bückeburger Jäger“ gibt sein 40. Jahreskonzert
 
Bückeburg. Fetziges Blech trifft auf virtuose Soli: Zu einem vollen Erfolg wurde das Jahreskonzert der Bückeburger Jäger im ausverkauften Rathaussaal. Beifallsstürme motivierten die Musiker um Dirigent Sven Schnee zu Höchstleistungen.
 
Bückeburg. „Wir sind wieder ganz zu Hause!“: Zum 40. Jahreskonzert hatte das Blasorchester „Bückeburger Jäger“ geladen und alle, alle kamen. Im Rathaussaal war so gut wie jeder Platz besetzt. „Das ist wirklich überwältigend“, meinte Dirk Hasse, der Vorsitzende der Bläser, sichtlich bewegt.
 
„The boys are back in town“ – „Die Jungs sind zurück“: Das hätte durchaus das Motto dieses besonderen Konzertes sein können. Denn die Musiker sind tatsächlich umgezogen – im letzten Jahr, und zwar von Nienstädt nach Bückeburg. „Wir sind jetzt wieder ganz zu Hause“, sagte Dirk Hasse in seiner Begrüßung. Und betonte: „Hier gehören wir hin.“
 
Zwei Dekaden lang hatte das Orchester in Nienstädt geprobt und dort seine Vereinsversammlungen abgehalten. Das ist jetzt Geschichte! Seit rund einem Jahr halten die „Jäger“ ihre Übungsabende in der „Jägerkaserne“ ab. Man sei jetzt wieder „in der alten Heimat“, ließ Dirk Hasse das Publikum gut gelaunt wissen. Ohnehin fühlen sich die Musiker im Rathaussaal offenbar besonders wohl. „Der Saal ist die gute Stube des Orchesters“, sagte Hasse. „Es ist immer wieder schön, hier ein volles Haus zu haben.“ Einen Dank richtete Hasse an die Adresse der Samtgemeinde Nienstädt. Dort habe man eine wunderbare Zeit gehabt, sagte der Vorsitzende des Blasorchesters. Dass die Musiker längst in der Jägerkaserne angekommen sind, zeigt eine weitere Ankündigung Hasses. Das Blasorchester will noch in diesem Jahr eine neue CD aufnehmen. „Das Konzert heute ist quasi die Generalprobe für die Aufnahme“, sagte Hasse. Und versprach, dass etliche Stücke, die an diesem Abend gespielt würden, auch auf der neuen CD zu hören sein werden. „Darauf können Sie wirklich gespannt sein, es ist für jeden Geschmack etwas dabei.“
 
Der musikalische Teil des Konzerts begann dann mit der monumentalen Tondichtung „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss. In genau bestimmten Graden steigerten sich die Instrumente zu einem hellen Glühen in C-Dur. Erst schlägt die Pauke, dann folgt heller Trompeten-Glanz – so könnte der Sonnenaufgang klingen. Ein großartiger Einstand!
Weiter gings mit dem Kürassiermarsch „Der große Kurfürst“ – aus dem der charmant unterhaltende Moderator Dirk Hasse den „großen Kürfurst“ machte. Und das nicht nur einmal, sondern zweimal, dreimal. „Das gibt’s doch nicht“, meinte Hasse kopfschüttelnd. „Ich glaub‘, ich brauch‘ einen Schnaps.“ Das ließen sich seine Kollegen nicht zweimal sagen. Sofort sprang einer der Musiker auf und lief hinter die Bühne. Kaum zehn Sekunden später bekam Hasse ein Gläschen mit Inhalt. Und der hatte ganz offensichtlich Heilkräfte. „Jetzt ist meine Stimme wieder da“, meinte Hasse erfreut. Gut, dass Musiker immer ein Hausmittel parat haben.
 
Leicht melancholisch kommt das nächste Stück daher: „Vineta-Glocken“, ein Stück über eine Stadt, die aufgrund ihrer moralischen Verderbtheit untergeht und auf den Meeresgrund sinkt ... nur leise sind ab und an die Kirchenglocken zu hören. Allerdings gibt das Orchester dem Werk einen etwas fröhlicheren Anstrich. Nichtsdestotrotz läuft es einem kalt den Rücken herunter, wenn von Ferne das Glockenspiel erklingt. Unheimlich!
 
Es folgt mit „Perfer et obdura“ („Halte durch und sei hart!“) ein Konzertmarsch, in den man sich „reinlegen“ kann. Tolle Posaunen-Läufe und ein fast schon rockiges „Gewand“ – dieser „Genre-Mix“ von Peter Platt ist ausgesprochen kleidsam. Opulenter Bombast und feine, fast virtuose Miniaturen – all das erinnert ein bisschen an den Sound der Gruppe „Queen“.
Ein erstes Ausrufezeichen setzten die Jäger mit dem Marsch „Die Regimentskinder“ von Julius Fucik. Unter der Leitung von Sven Schnee agierten die Musiker ausgesprochen sensibel und stets bestens aufeinander abgestimmt. Das in seiner Lautstärke stets changierende Werk meisterte das Orchester mit Bravour. Ein echter Ohrenschmaus! Dass auch das „Böhmisch-Mährische“ nicht zu kurz kam, dafür sorgte beispielsweise die „Anna-Polka“, die anschließend auf dem Programm stand. Ein lustiger Disput zwischen Dirk Hasse und Sven Schnee („Das hast Du wohl wegen Deiner Freundin reingeschmuggelt?!“) führte dazu, dass „Anna“ besonders begrüßt wurde („Anna, wo bist Du? Zeig Dich mal!“). Ob das Stück nun „Schmuggelgut“ war oder nicht – das Publikum war begeistert. Füße und Knie begannen zu wippen und zu zucken und am liebsten hätte manch einer wohl das Tanzbein geschwungen. Dafür war es dann aber doch zu voll.
 
Ebenfalls zum Dahinschmelzen: die Polka „Böhmische Liebe“, ein Lied, das ans Herz geht. „Du weißt, ich liebe Dich“, sangen Dieter Bals und Ernst Weiser, die beide über eine ausgesprochen angenehme Stimme verfügen. Richtig ans Herz geht auch der „Marsch des Soldaten Robert Bruce“, der in einem kräftigen Blech-Tutti endet. Kurzum: ein großartiges Heim-Spiel der „Jäger“ in ihrem „Wohnzimmer“. Fetziges Blech trifft auf virtuose Soli. Bückeburg kann stolz sein auf sein „Haus-Orchester“.
König Grünkohl regiert wieder im Rathaussaal
 
Bückeburg. „Grünkohlessen is coming home“: Nicht in der Remise, sondern im traditionellen Rathaussaal hat in diesem Jahr das Grünkohlessen des Bürgerbataillons Bückeburg stattgefunden. Die rund 400 Teilnehmer waren rundum zufrieden. „Hier gehören wir hin, hier wollen wir bleiben“, war an diesem Abend häufig zu hören.
 
Dampfender Grünkohl, leckere Wurst: Als um Punkt 20.15 Uhr die erste Schale in den Saal getragen wird, ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Auf diesen Augenblick haben sich die 400 Teilnehmer den ganzen Tag gefreut – manch einer hat sogar darauf „hingefastet“. In langen Reihen tragen die Servicekräfte immer weitere Schüsseln zu den Gästen. Die Damen in Frack und Zylinder, alles sehr festlich. Das hat schon was von einer Prozession. König Grünkohl regiert – und alle, alle kommen: Bürgerschützenkönig Georg Zwirkowski genauso wie Fürst Alexander zu Schaumburg Lippe, Bürgermeister Reiner Brombach und Landrat Jörg Farr. Denn: „Es ist guter Brauch geworden, dass das neue Jahr in Bückeburg erst dann richtig losgeht, wenn der Grünkohl auf den Tisch kommt“, brachte es Stadtmajor Martin Brandt in seiner Begrüßung auf den Punkt.
 
Auf die große Verbundenheit mit der Tradition wies Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe hin. Der Saal sei bis auf den letzten Platz gefüllt – für ihn sei das ein Indiz, dass Bückeburg eng mit der Tradition verbunden sei. Die 21-köpfige Delegation aus der Partnerstadt Zuidplas grüßte Alexander mit den Worten „A very warm welcome to you.“
 
Etwas Abwechslung ins Dunkel der Anzüge brachte Joke Vroegop, Beigeordnete im Stadtrat von Zuidplas. Ihr sei es sehr wohl bewusst, dass sie die erste niederländische Frau sei, die eine Rede beim Bückeburger Grünkohlessen halte, sagte Vroegop. Das sei zuvor wohl nur der ehemaligen Bürgermeisterin Edeltraut Müller gestattet gewesen. Im gemeinsamen Gespräch und im Knüpfen neuer Kontakte sieht Vroegop ein gutes Modell für die Erfordernissse der aktuellen Flüchtlingskrise. „Einander als Menschen kennenzulernen ist die Basis unserer Städtepartnerschaft – das gilt auch für die aktuelle Situation.“ Keinen „Grünen“, dafür aber leckeren Genever („Boezemwater“) hatte die Beigeordnete als Gastgeschenk mitgebracht. „Alkohol ist das Schmieröl der Gesellschaft“ sagte Vroegop und überreichte das Geschenk an Bürgermeister Reiner Brombach und Stadtmajor Martin Brandt. Brombachs charmante Reaktion: „Die Holländer halten die besten Reden und haben die schönsten Frauen.“
 
Apropos Frauen: Die waren diesmal beim Herrenabend dennoch vertreten. Einmal in Gestalt der freundlichen Servicekräfte mit Frack und Zylinder. Und dann als Teil einer 21-köpfigen niederländischen Delegation aus Zuidplas. Die Damen bildeten charmante Farbtupfer in der traditionellen Herrenrunde und waren durchaus gerne gesehen. „Ich würde gerne mehr deutsche Frauen sehen“, meinte etwa Luc Biemans, der seit 2002 regelmäßig beim Grünkohlessen dabei ist. In den Niederlanden gebe es keine Veranstaltung, „die so einen Männerüberschuss“ hätte. Für mehr Frauen wirbt auch Andreas Paul Schöniger, der im Zusammenhang mit der Delegation aus Holland vom „charmantesten Grünkohlessen aller Zeiten“ spricht. Ein Grünkohlessen mit Frauen würde das Essen noch schmackhafter machen, findet Schöniger. „Nur leider fehlt es am Platz dafür.“
 
Lothar Nebel, früherer Saaloffizier, sieht das ähnlich. Frauen seien ja schon öfter dabei gewesen, sagt er, „etwa in den Reihen der aufgelösten Eskadron.“ Zwar sieht Nebel im Grünkohlessen eher eine „traditionelle Männerveranstaltung“ – er hätte aber auch nichts dagegen, wenn Frauen dabei seien. „Wenn mehr Platz da wäre...“ Einhellige Meinung: Viele Teilnehmer würden einen höheren Frauenanteil durchaus begrüßen, wie unsere kleine Umfrage zeigte.
 
Insgesamt waren die Teilnehmer aber hochzufrieden mit der Veranstaltung. Enge an den Tischen? Kein Problem. Die Gäste rückten zusammen – und lauschten den Klängen der „Bückeburger Jäger“ unter der Leitung von Sven Schnee. Polka, Blasmusik und Schlager: ein richtig guter Mix von einer richtig guten Truppe. Die „Jäger“ machten viel Dampf und sorgten für eine angenehme „Geräusch“-Kulisse. „Die sind einfach die Besten“, war an diesem Abend Tenor. Und: „Die Bückeburger Jäger können das besser als alle anderen.“
Und auch über den Grünkohl selbst konnte nur Positives gesagt werden. „Mir hat es sehr gut geschmeckt“, meinte beispielsweise Andreas Paul Schöniger. Michael Meyer war ebenfalls sehr zufrieden: „Einfach nur lecker.“
 
Viel Zustimmung erfuhr der Vorstand auch für den Wechsel in den Rathaussaal: „Das Grünkohlessen ist wieder in seinem Wohnzimmer angekommen. Hier gehört es hin“, meint etwa Schöniger. Was ihm an der Veranstaltung am besten gefällt? „Dass man hier alle und jeden trifft. Das ist ein echtes Netzwerk, wo man Kontakte knüpft und gemeinsam feiert. Das Grünkohlessen ist einfach einmalig.“

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